Ja! Und deshalb sind wir hier!
Ich durfte als Referentin im Rahmen des diesjährigen Ökumenischen Studientages des Erzbistums Bamberg und des Kirchenkreises Bamberg über Chancen und Risiken von Social Media in der Verkündigungsarbeit sprechen.
Doch dabei blieb es nicht. Denn immer wieder drehen sich die Gespräche rund um das Thema Social Media und Verkündigung in digitalen Räumen konfessionsübergreifend um drei heiße Fragen:
- Wie erreichen wir junge Menschen?
- Wer solls denn in Social Media machen?
- Wie kann ich denn als Kirchengemeinde online erfolgreich sein?
Hinter diesen Fragen steckt aber eigentlich noch ein viel tiefer greifendes Problem: Der Kampf um Ressourcen.
Denn Social Media-Arbeit braucht Zeit. Und Zeit heißt oft Geld in Form von Arbeitszeit, die ich entweder jemandem zuspreche oder die ich durch Neueinstellungen schaffe.
Nur tun sich darin gerade die Kirchenleitungen an verschiedenen Stellen sehr schwer. Da heißt es dann eher: Macht das doch noch. So nebenbei.
Die Reaktionen auf diese Einstellung sind oft ähnlich, denn die wenigsten kirchlichen Mitarbeiter:innen leiden an chronischem Arbeitsmangel. Das Gegenteil ist eher der Fall. Diejenigen, die wirklich Lust haben, Social Media als Verkündigungsraum ernst zu nehmen und Content dafür zu produzieren, sind in der Regel hoch engagiert und laufen auf Volllast.
Und genau diese Menschen sind es, die ich auf Studientagen und Vorträgen treffe, die das Problem benennen, in aller Deutlichkeit, aber oft ungehört von Verantwortungsträger:innen.
Diese Begegnungen zeigen mir einmal mehr:
Gute Kommunikationsarbeit hat nicht nur mit den Fähigkeiten der einzelnen Person zu tun, sondern ist ein mächtiger systemischer Faktor.
Denn es geht um Geld, Zeit, Information und Macht.
Alles heiße Eisen, über die es noch viel zu streiten gilt.


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